<- Zurück zu: Spieltag
 

Vorbereitungsspiel: HSV - Ostritzer BC (5:6)


Die ersten zehn Stunde des Spiels war geprägt von einem offenen Schlagabtausch, in dem beide Teams offensiv ausloteten, was in dem Spiel möglich sein könnte. Beide setzten Nadelstiche, ohne wirklich zwingend zu sein. In der 13. Minute sollte es dann ein von Jahn ausgeführter Einwurf auf 11-Meter-Höhe sein, der am kurzen Pfosten Sander fand. Er lenkte den Ball in Richtung Tor, wo er unhaltbar abgefälscht den Weg ins Tor fand – 1:0 für die Herrnhuter Elf. Die Führung währte 18 Minuten, in denen keins der beiden Teams weitere Akzente setzen konnte, die Gäste allerdings mehr Druck aufbauten. Und so geschah es, dass die Ostritzer die Herrnhuter Führung egalisierten. Es folgten dunkle, von individuellen Fehlern und Unkonzentriertheit geprägte 9 Minuten (32., 40., 41.): Ehe man sich versah, stand es 3:1 für die Gäste. Psychologisch von großer Bedeutung konnte allerdings D. Jähne noch vor dem Pausentee den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielen.

In der zweiten Halbzeit kam Hübner für den guten A. Jähne, der nach einer langen Spielpause in Zukunft wieder öfter das HSV-Trikot überstreifen wird. Es gab nicht nur einen personellen Wechsel, sondern auch eine taktische Anpassung im Mittelfeld: Der HSV spielte nun mit einem 5er-Mittelfeld mit lediglich Jahn als Stürmer, um der Ostritzer Überzahl im Zentrum entgegenzuwirken. So rutschte B. Rödiger ins Zentrum zu Zybowski und Sander. Eine Maßnahme, die sich als erfolgreich erwies. Die Uhr tickte bis zur 70. Minute, als alle Anwesenden Zeuge eines Sonntagsschusses in Robben-Manier (nur gespiegelt) wurden. B. Rödiger zog mit dem Ball am Fuß von links ins Zentrum und schloss für den OBC-Keeper unerreichbar ins obere linke Eck ab. Chapeau! Doch die Freude über den Ausgleich sollte nicht lange währen: Die Gäste erzielten binnen 8 Minuten drei schmerzhafte Treffer (73., 76., 81.). Bei einem Stand von 3:6 und nur noch 9 zu spielenden Minuten, schrieben wohl schon alle den HSV ab. Doch die Gastgeber schüttelten sich kurz und spielten unbeeindruckt weiter. So kam es, dass sich Zybowski (85.) und Jahn (87., Foulelfmeter) für ihre guten Leistungen mit je einem Tor belohnten. Leider blieb nun keine Zeit mehr, das Unentschieden zu erzielen, welches verdient gewesen wäre.

Unter dem Strich fielen zu viele Tore gegen uns. Bei fünf daheim erzielten Toren, muss mindestens ein Unentschieden rausspringen. Aber das Spiel zeigte: Die Männermannschaft des HSV lebt!